06.05.2009

Todesstrafe im Iran — ein fortdauerndes Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Broschüre von MAF-DAD zur Vortragsreise des iranischen Anwalts Khalil Bahramian durch Kopenhagen, Stavanger, Oslo, Helsinki und Berlin im Mai 2009.

Im 20. Jahrhundert setzte sich weltweit die Tendenz zur Abschaffung der Todesstrafe durch; die Mehrheit der Staaten hat sie inzwischen aufgegeben. Der Iran gehört zu den letzten Staaten, die an dieser Strafe festhalten — und steht in der Hinrichtungsstatistik weltweit an zweiter Stelle.

Die Broschüre dokumentiert die Praxis anhand von Fallgruppen: die Todesstrafe gegen Minderjährige am Beispiel von Delara Darabi, gegen politische Gefangene am Beispiel von Farzad Kamangar und wegen Homosexualität am Beispiel von Hamzeh Chavi und Loghman Hamzehpour. Sie führt außerdem die Hinrichtungszahlen der Jahre 2005 bis 2008 auf.

MAF-DAD gab die Broschüre gemeinsam mit weiteren Anwalts- und Menschenrechtsorganisationen anlässlich einer Vortragsreise des iranischen Rechtsanwalts Khalil Bahramian heraus: 6. Mai 2009 Kopenhagen, 10. Mai Stavanger, 11. Mai Oslo, 14. Mai Helsinki, 15. Mai Berlin. Bahramian verteidigt im Iran eine Vielzahl zum Tode Verurteilter.